In der südlichen Provinz Diwanija seien die sterblichen Überreste von 222 Kurden geborgen worden, teilte das Ministerium für Menschenrechte laut dpa am Sonntag in Bagdad mit. Die Männer, Frauen und Kinder seien dort 1987 erschossen worden. Ihre Leichen wurden in der Wüste vergraben. Beamte des Ministeriums vermuten, dass in dem Gebiet noch etwa 680 weitere Leichen unter dem Wüstensand liegen. In der Provinz Diwanija war schon am vergangenen Mittwoch bekannt gegeben worden, dass ein Massengrab mit sterblichen Überresten von 900 Menschen entdeckt worden sei. Bei den meisten Opfern von Saddams Gewaltherrschaft, die in den Massengräbern des Iraks liegen, handelt es sich um Kurden oder Schiiten.
10 Juli 2011 - 19:30
News ID: 252685
Im Irak ist erneut ein Massengrab aus der Zeit der Herrschaft des Diktators Saddam Hussein gefunden worden